Foto: Peter Rauh
Foto: Peter Rauh
Gemälde: Julia Belot

T R A N S F O R M A T I O N
Ausstellungsprojekt 2020

Udo Breitenbach, "Angel in Prison“, Object Trouvé , 2020
Foto: Peter Rauh

Igor Syrnev,
"Saturday Night" 08/ 2020, Fotografie, Bishkek Kirgistan

T R A N S F O R M A T I O N

"Wo aber Gefahr ist, da wächst das Rettende auch"
(Hölderlin, Patmos 1808)

Was Hölderlin im Rhythmus seiner Verse ausdrückt, kann man heute vielleicht auch so beschreiben: Jeder Krise wohnt das Prinzip inne, dass einem Trend ein Gegentrend folgt. 
Wir erleben gegenwärtig eine Krise und einen Wandel.

Die Frage ist, wie dieser Prozess von Menschen bewusst mitgestaltet werden kann.
Können wir die Welt mit neuen Augen sehen?
Kann die Kunst mit ihrer Sprache eine Brücke zwischen heute und morgen beschreiben? Vom Scheitern und der Zuversicht in einer sich verändernden Welt erzählen?
Viele Künstler, mit denen die Galerie am Tor zusammenarbeitet, sind der Idee des Projektes „Transformation“ gefolgt und werden im Laufe der kommenden Monate ihre Bilder und künstlerischen Arbeiten in der Galerie zeigen.

Eine Ausstellung als Verwandlungsprozess! 

Was während des Ausstellungsprozesses von März bis September zusammengetragen wurde, was die Künstler*innen während der Pandemie beschäftigt hat, ist auf dieser Website zu sehen. Immer wieder kommen neue Aspekte hinzu.
Bitte folgen Sie einem virtuellen Rundgang durch die Galerie.

Jan Zwolicki, Neues Gemälde aus Polen, Öl auf Leinwand, 2020

Am 26. + 27. September (jeweils 15 bis 18 Uhr) erfolgt eine „Zwischenbilanz“ mit Künstlern und Gästen in der Galerie.


Ab dem 3. Oktober ist die Galerie jeweils Samstags und Sonntags
von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

Mehr über die einzelnen Künstler erfahren Sie über deren Homepages.
Eine Dokumentation der Ausstellung erfolgt im Oktober 2020. Ein Booklet mit den Fotos des russisch-kirgisischen Fotografen Igor Syrnev erscheint als Galerie Edition Ende September.
Sie würden uns sehr bei der Aufrechterhaltung des Galeriebetriebes unterstützen, wenn Sie sich telefonisch, per mail oder WhatsApp zu einem Besuch anmelden würden. Vielen Dank!



Julia Belot - Udo Breitenbach - Marc von Criegern - Konrad Franz - Ramona Müller-Hamleh/Rolf Hamleh - Walter Henn - Irmtraud Klug-Berninger - Petia Knebel - Marianne Knebel-Schiele - Stefan F. Konrad - Cornelia Krug-Stührenberg - Giancarlo Lepore - Uschi Lüdemann - Gabriele von Lutzau - Zipora Rafaelov - Tamara Ralis - Tobias Schnotale - Vroni Schwegler - Ansgar Skiba - Laurette Succar - Igor Syrnev - Annika van Vugt - Jutta Walter - Joachim Weissenberger - Jutta Winterheld - Wolfgang Zwirner 

Petia Knebel, „Transformation“, Objekt mixed Media, 2020


Petia Knebel konfrontiert uns in ihrem Projekt für „Transformation“ mit Zitaten von Künstler*innen aus verschiedenen Zeiten: Zum Beispiel Leonardo, der den Künstler und seine Bedeutung zum großen Ganzen, zur göttlichen Schöpfung in Beziehung setzt. Etwa 500 Jahre später geht die Künstlerin Louise Bourgeois konsequent vom Individuum, der individuellen Kreativität aus. 
Die Zitate bilden eine formal-ästhetische Überlagerung mit dem Selbstporträt im Spiegel. Der Blick in den Spiegel sinnt dem Zitat nach und führt zurück zur reflektierenden Künstlerin.

(Petia Knebel, Sommer 2020)

 Uschi Lüdemann, „O.T.“ (16x15), Acryl, Pigmente, Japanpapier


„In crazy corona times I couldn’t do large paintings, preferred small sizes…“

(Uschi Lüdemann, Künstlerin) 

Tamara Ralis, „Angelehnt an einen Strahl“, Objekt Mischtechnik
im Hintergrund Akrylmalerei von Tobias Schnotale


"Wir bitten um Rettung. 
Er fragt, was wir tun können, um uns zu schützen.
Es gibt eine Antwort, er hört sie.
Wir müssen die ganze Schönheit in uns aufnehmen, in unserem Inneren bergen - nur dort, im Gedächtnis, kann sie weiter existieren. Es stimmt uns wehmütig, dass die Weise des Seins, die wir so liebten, fortan nicht mehr mit den äußeren Sinnen wahrnehmbar ist.“ 


(Tamara Ralis, Gedanken/Thoughts)

Marc von Criegern, „Spot“, 2020. Konrad Franz, Holzskulptur.


„... wie andere Künstler, beschäftigt mich diese Zeit vor allem als Möglichkeit,
das Danach anders zu gestalten“

(Marc von Criegern, Künstler)

Marc von Criegern, „Spot“, 2020.

Besuch bei Professor Giancarlo Lepore, Urbino Italien, August 2020,
Fotos: Cornelia König-Becker

Giancarlo Lepore, 3 Objekte für "Transformation", Papier, Draht

Rolf Hamleh, „Corona-Köpfchen“, Eisenskulptur

Galerieraum, Cornelia Krug-Stührenberg, Gemälde,
Laurette Succar, Zeichnungen, Rolf Hamleh, Skulpturen


„Krisen sind Angebote des Lebens, sich zu wandeln. Man braucht noch gar nicht zu wissen, was neu werden soll. Man muss nur bereit und zuversichtlich sein.“

(Luise Rinser, Schriftstellerin)

Vroni Schwegler, Nach dem Fest, Öl auf MDF, 2020

Vroni Schwegler
https://vroni-schwegler.de/  Malerei - Vroni Schwegler 


„Immerhin ist Spazierengehen erlaubt.
Auf Streifzügen an die Ränder der Stadt beginne ich Blumensträuße zu sammeln. Die schönsten Sträuße finde ich auf einer Brache am Stadtrand von Offenbach und an einem Blühstreifen entlang der Autobahn. Es entsteht der Uns, sie festzuhalten, zu bergen und zu bewahren.
 Das Genre „Blumenbild“ ist schwer. Es ist schon ziemlich gut ausgelotet worden. Die Gefahren sind bekannt.
Die Gefälligkeit. Das Harmlose. Die Schublade ist eigentlich schon zu.
Ich beginne ganz von vorn. Bescheiden. Im kleinen Format. "


(Vroni Schwegler, Sommer 2020)

Stefan F. Konrad, „Transformation. Licht-Heilung“, Gouache, 2020
„Transformation. Licht-Farbe“, Gouache, 2011, „Neli“, Bronzefigur, 
„Erde, Naturpigmente“, Miniatur-Gemälde, 2020

Gemälde: Stefan f. Konrad, Julia Belot
Bronzeskulptur: Gabriele von Lutzau


Im Gewächshaus. Transformation. Kontinuierliches Wachsen, Werden, Vergehen.
Blüte und Zerfall. Verwandlung. Geschützt und eingesperrt. 

Julia Belot, „Orchideen“, Ölgemälde, 2016        

Igor Syrnev, „Bishkek during the shutdown“, Photography, 2020


„…really great idea! ...I already have some interesting pictures in my opinion that were taken during quarantine . Some of them were made on an 1980´s year lens called Jupiter (made in USSR)…."

(Igor Syrnev, Kirgistan)

Annika van Vugt, „Tagebuch eines Verschollenen“, 22 Farbtafeln nach dem Liederzyklus von Leos Janacek.


Das „Tagebuch eines Verschollenen“ ist ein Liederzyklus des tschechischen Komponisten Leos Jancek auf Texte von Josef Kalda. Er entstand 1917- 1919. Die junge Zigeunerin, in die sich der Protagonist der Verse verliebt, steht zu dieser Zeit für Naturverbundenheit, Sinnlichkeit und Freiheit von den Fesseln der bürgerlichen Gesellschaft.“Ich sah eine junge Zigeunerin…“ beginnt der Liederzyklus, in dessen Verlauf sich der Bauernsohn über die Erfahrung von Liebe, Leidenschaft und einem neuen Leben in der Natur von den gesellschaftlichen Zwängen löst. Der innere Kampf, der schmerzhafte Entwicklungsprozess, sind die poetischen und musikalischen Inhalte, die die Malerin Annika van Vugt zu ihren Farbtafeln - während des Lock Downs in der Corona Krise - inspiriert haben.

Irmtraud Klug-Berninger, Künstler-Buch und Würfelobjekte 

Laurette Succar, „Transformation“, Zeichnungen auf Japanpapier. Skulpturen Rolf Hamleh

Laurette Succar, „Transformation“, Zeichnungen auf Japanpapier. Skulpturen Rolf Hamleh


"Plus je vieillis et plus je trouve qu’on ne peut vivre qu’avec les êtres qui vous libèrent et qui vous
aiment d’une affection aussi légère à porter que forte à éprouver.
.../...
Le but de l’art, le but d’une vie ne peut être que d’accroître la somme de liberté et de responsabilité
qui est dans chaque homme et dans le monde. "


(Albert Camus,  Prix Nobel de Littérature 1957 )


"Je älter ich werde, desto mehr finde ich, dass du nur mit den Menschen leben kannst, die dich
befreien und die dich mit einer Zuneigung lieben, die so leicht zu tragen ist wie stark zu fühlen.
... / ...
Das Ziel der Kunst, das Ziel eines Lebens kann nur sein, das Maß an Freiheit und Verantwortung
zu erhöhen, das in jedem Menschen und auf der Welt steckt. "


(Albert Camus,  Nobelpreis für Literatur 1957)

Cornelia Krug-Stührenberg, „Protected“, „Krafttänzer“, „Crescendo“,
Gemälde Öl/Sand, 2020


„Wohin kann uns der Wandel, in den uns die Corona-Krise zwingt, führen? Bitte zu mehr Achtung vor der Natur! … wir sind Teil des Gefüges. Unsere Rettung sehe ich in der Anerkennung der Vielfalt und Großartigkeit von Natur. In meiner Malerei verbinden sich Mensch, Naturphänomene und Geschichte zu etwas Neuem: Kunst"

(Cornelia Krug-Stührenberg)


BISHERIGE AUSSTELLUNGEN

© Copyright 2019 Cornelia König-Becker

GALERIE AM TOR
Cornelia König-Becker
Hauptstraße 4
D-63897 Miltenberg am Main 
Tel: +49.174.97 44 316 
E-Mail: ckb@galerie-cornelia-koenig.de 
Öffnungszeiten: So. 14 - 18 Uhr
und nach Vereinbarung